12 Jun

Lasst bitte diese Aufrufe zu Spenden für wohltätige Zwecke auf Internetdatenkrakenplattformen.

Frage innerhalb der Konzernspitze einer Datenkraken-Betreiber-Plattform: »Sag mal, lieber Marketingleiter, kannst du dir nicht einmal etwas einfallen lassen, womit wir die Leute nicht nur dazu bekommen, uns ihre Daten zu schenken, für kostenlose Inhalte zu sorgen und gleichzeitig unser Geschäftsmodell mit Leben zu erfüllen und nach außen zu kommunizieren, sondern ich möchte gern eine Möglichkeit, dass sie auch noch zusätzlich direkt Geld an uns zahlen. Und sie sollen dabei ein gutes Gefühl haben. Das Ergebnis muss aber sein, dass nicht der einzelne Nutzer und Bezahlende von dieser Idee etwas hat, sondern nur wir als Plattformbetreiber. Es muss heißen: »Facebook hat für wohltätige Zwecke in diesem Jahr schon 120 Millionen gespendet!«

Spendenaktionen zum Geburtstag, Facebook, Charity, gut gemeint, Marketingtrick?, Spendenaufrufe, gemeinnützige Organisation auswählen

Ok Chef, wie wäre es, wenn wir diese Start-Up-Idee einfach klauen, wo man Spenden für alle Möglichen Zwecke akquirieren kann? Zum Beispiel also einen Geburtstag veranstalten, für ein Tierheim spenden, eine Aufräumaktion finanzieren oder so etwas? Und wir gestalten es wieder einmal so, dass nicht wir zum Geld bezahlen – ähhh Spenden – aufrufen, sondern das kann nur der Nutzer selbst. Und das auch nur gegenüber seinen »Freunden«. Dann machen wir das noch etwas öffentlich, um den moralischen <druck zu erhöhen, denn wer nicht spendet, der ist doch ein Geizhals – oder? Noch dazu für diesen tollen gemeinnützigen Zweck!

Ja, juhu! So machen wir das, lieber Marketingchef. Und am Ende brüsten allein wir uns! Echt coole Idee! Die anderen gemeinnützigen und echten kleinen Plattform-StartUps können baks alle einpacken. Somit müssen wir die nicht auch noch kaufen.

Auch der Shopping-Gigant positioniert sich zum selben Thema

Die Einschläge kommen immer näher, nachdem der Gigant ein Programm zur eigenen Internetwerbung aufgezogen hat, haben sich diesem Millionen Menschen angeschlossen und Millionen von Internetseiten programmieren lassen. Und so finden wir nun unzählige Internetseiten mit Fake-Tests. Erkennbar sind diese im Impressum. Dort ist dann zu lesen, dass sie an dem Amazon-Affiliate-Programm teilnehmen / angeschlossen sind. Das aber nur aus rein rechtlichen Verpflichtungsgründen.

Warum macht Amazon so etwas? Na weil sie nicht von einer einzigen Krake abhängig sein wollen. Schalten sie dort Werbung, kostet das Geld. Schalten sie viel Werbung, kostet das viel Geld. Und die Abhängigkeit steigt. Zahlen sie nämlich kein Geld mehr, schaltet die Datenkrake auch keine Werbung mehr. Besser ist es, in sich selbst zu investieren. Ich bezahle Nutzer, aber auch nur nach Erfolg, einen geringen Teil, wenn ein potenzieller Kunde auf eine meiner Produkte zum Kaufen geklickt hat. Wunderbar!

Dieses System haben sich viele neue junge Start-Ups zu Nutze gemacht und eine eigene Seite programmiert. Diese Seite haben sie dem Amazon-Affiliate-System angeschlossen. Wer nun über diese Seite bestellt, sorgt also automatisch für einen kleinen Geldbetrag, den der Seitenbetreiber erhält. Das wurde gern für gute Zwecke getan, also Tierheime, Klassenfahrten, Geburtstagsfeiern oder Geschenke etc.

Seitdem Amazon das erkannt hat, wird jeder Nutzer danach gefragt, welche gemeinnützige Organisation er mit dem Kauf seiner Produkte, hier auf Amazon, unterstützen möchte. Wie wunderbar, denn nun kann sich auch hier einzig der Pattformbetreiber bei seinen vielen zahlenden Kunden über eine supertolle, unendlich funktionierende Imagekampagne freuen 🤓😀😂

Schlau ist es ohnehin, nie das eigene Geld für seine eigenen Ziele einzusetzen, so, wie es z. B. Elon Mask tut. Wichtig ist aber immer dabei, genügend Schafe zu finden, die sich gern scheren lassen 😉 oder besser gesagt, den Auftrag zur Schur vergeben, um die perfekt gereinigte Wolle abzugeben 👍

Bildnachweis Foto 1: Ein klein Wenig angelehnt an das Original (die Geburtstagskerze) © NEW COLOR® Tangermünde • Foto 2: Lidya Nada Sydney

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