24 Mrz

Leipziger Buchmesse 2018

Am vergangenen Samstag war es wieder einmal so weit – der Besuch der Leipziger Buchmesse stand zum Genießen an. Nur die Hinfahrt war echt etwas stressig. Ein kleiner Wintereinbruch führte uns an ganze fünf Unfallstellen und eine voll gesperrte A 14 weiträumig vorbei, sodass wir glatt die doppelte Fahrzeit benötigten, als sonst.

Um so mehr erfreut betraten wir unsere alljährlich gern besuchte und von vielen Menschen gut frequentierte Leipziger Buchmesse zum Informieren, Lesen, Wandern, neue Leute kennenlernen, über den Tellerrand schauen und immer wieder sehr erstaunt in diese riesig große Masse von Menschen dreinblickend, die sich so sehr bedacht, höflich, zuvorkommend, achtbar und aufgeschlossen bewegt. Hier ist es möglich, dass man sich mit einem vollen Kaffebecher in das Gedränge begibt, ohne dass man angerempelt wird. Hut ab! So viele tolle Menschen auf kleinstem Raum und alle verstehen sich prächtig.

Inhaltlich gibt es so viel zu sehen und zu erleben – Verlage, Vereine, Schulen, Privatpersonen, TV-Sender u. v. m. stellen hier aus. Viele Bereiche, die einfach etwas für die Bildung tun sind reichlich vertreten. Kinder werden gezielt mit tollen Angeboten angesprochen. Und dann gibt es ja noch diese wunderbare Fantasiewelt zum Anfassen und Erleben – die tollen jungen Leute, die immer sehr viel Zeit, Liebe, Engagement und Geld in Kostüme investieren, die auf dieser Messe zum Leben erweckt werden. Ein ganz besonderer Anlass, wie ich finde, sie und ihre Figuren kennenzulernen. Viele kennt man so bereits schon aus Büchern oder Filmen, manchmal auch aus Comic-Heften.

Vielen vielen Dank an alle diese Helden, die sich heute einmal fotografieren ließen! Wir finden, dass Ihr die Buchmesse fantasievoll bereichert. Manchmal schmökert mach in einem antiquierten Buch herum und gedankenversunken wendet man seinen Blick langsam aus den Buchseiten noch etwas versonnen zur Seite und erblickt eine Elfe, ja, eine wirklich richtige Elfe, die einem zulächelt, und dann muss man schon einmal nachdenken, um nicht in eine tolle Fantasiewelt abzudriften. Aber schön wäre es schon, wenn das die Veranstalter auch einmal ermöglichen würden 😉

Wir sehen uns 2019 wieder!

Ein Gedanke zu “Leipziger Buchmesse 2018

  1. Ich habe es bisher ja leider noch nicht auf eine Buchmesse in Deutschland geschafft, aber wenn ich deine Zeilen so lese, bin ich eigentlich ganz zufrieden, dass ich dank SocialMedia die Buchmesse via Bildern und Live-Übertragungen ganz ruhig von der Lesecouch aus miterleben darf. Allerdings würde ich vermutlich die Fachbesuchertrage vorziehen als die Tage am Wochenende. Eben aus dem Grund, den du hier beschreibst. Wenn ich eine Buchmesse besuche, dann will ich mich ja hauptsächlich austauschen mit Verlagsmitarbeitern, Verlegern, Autoren, Buchbloggern. Und mich nicht von Stand zu Stand schieben lassen. Ich hoffe, deine Kritik wird auch von den Buchmessenveranstaltern gelesen! Denn mehr Besucher bedeuten eben auch, nachzubessern im Platz, in der Infrastruktur, im gesamten Ablauf. Nun bin ich fast richtig froh, es dieses Jahr wieder nicht nach Leipzig geschafft zu haben (abgesehen von dem zusätzlichen Chaos durch die Wetterbedingungen). Dann lieber von zu Hause aus die SocialMedia-Kanäle beobachten ;-). Danke für deinen ehrlichen Bericht!

  2. Ich hoffe, dass ich kein Zerrbild erzeugt habe. Die Verkleidungskünstler sind wirklich größtenteils in der Haupthalle zu finden und in den Bereichen, wo wirklich sonst nichts wäre. Wenn Du plötzlich bemerkst, dass Sherlock Holmes, direkt neben Dir steht, tief in einem Buch versunken, dann finde ich das ziemlich cool.

    Sicherlich beschäftigen sich alle Messeveranstalter damit, ob sie ihr Event als reine Fachmesse oder Publikumsmesse positionieren. Das eine bringt Vorteile für bestimmte Zielgruppen und das andere eben auch. Ich persönlich finde die Entwicklung in den letzten Jahren als bereichernd. Die Richtung Fachmesse würde ich gerade in diesem Bereich sehr schade finden, da ich glaube, dass es genau für den Kopf viel zu wenig Angebote für die Allgemeinheit gibt, die solche Ausmaße hat und auch wirklich ein tolles Publikum anzieht. Und Du bemerkst es ganz richtig – wir besuchen die Messe am Wochenende, da ist mit dem größten Andrang zu rechnen. Auch das hatten die Veranstalter gut im Griff. Personal lenkt zwischendurch ganz behutsam die Besucherströme, indem Gänge eben freigegeben oder gezielt für entgegenströmende Menschen gesperrt werden. Davon bemerkt man als Besucher recht wenig.

    Du hast auch Recht, dass man über die Medien sicherlich mehr erfährt als persönlich an einem einzigen Tag. Aber das Feeling, die Nähe zu den Machern und eben so viele Kontaktmöglichkeiten zu tollen Bücherwürmern gibt’s nur hier. Ok und vielleicht noch in der Bibliothek von Hogwarts 😉

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